Gute Aussichten ...

Ein gefühlt "rascher" Jahreswechsel liegt hinter uns, und ein zudem eher recht milder Winter ermöglicht es, die Außenarbeiten am Erweiterungsneubau für das Labor 28 rasch voranzutreiben. Im Inneren sind einzelne Bereiche be­reits fertig gestellt, so dass zum Jahres­abschluss 2013 das Team des Head Office von Sonic Healthcare Deutsch­land mit Evangelos Kotsopoulos an der Spitze die hier geschaffenen Büroflä­chen beziehen konnte.

Der ebenfalls im 2. OG des neuen Gebäudes angesiedelte Konferenzraum mit Platz für ca. 80 bis 100 Gäste ermöglicht es uns, das umfangreiche Fortbildungs- und Schulungs­programm in eigenen Räumlichkeiten durch­zuführen. Auch die Vorbereitung der Flächen im 1. Obergeschoss, Erdgeschoss sowie Keller für den Einzug des Labors macht große Fort­schritte. Zurzeit wird das unendliche Wirrwarr an IT-Leitungen sortiert und daraus über meh­rere Serverräume hinweg ein ebenso kom­plexes wie leistungsfähiges EDV-Netz instal­liert. Auf diese Weise werden das Bestands­gebäude und der Erweiterungsneubau mit­einander verbunden. Redundante Systeme gewährleisten dabei eine zusätzliche Sicher­heit. Neuen Erkenntnissen angepasst sind auch die Versorgung mit Strom und der Um­gang mit Energie bei der Gebäudenutzung. Eine sinnvolle Wärmerückgewinnung und ein die individuellen Bedürfnisse abbildendes Licht- und Klimakonzept führen zur weiteren Verbesserung der Arbeitsbedingungen im La­bor unter Berücksichtigung moderner ökolo­gischer Anforderungen.

Wir freuen uns nun auf die anstehende In­betriebnahme der Labore im Erweiterungs­neubau, um danach die anstehenden Moder­nisierungsmaßnahmen im Bestandsgebäude in Angriff nehmen zu können. Diese wichtigen organisatorischen Maßnahmen werden zur weiteren Verbesserung unserer Prozesse im Labor an die sich stets verändernden Bedürf­nisse und Ansprüche in der Patientenversor­gung beitragen.

In einem zweiten Schwerpunkt widmen wir uns der aus unserer Sicht wichtigen Frage, in welcher Weise wir als Labor 28 einen Beitrag leisten können bei der Indikationsstellung für Laborleistungen. Hierzu erarbeiten wir aus der fachärztlichen Perspektive des Laborarztes bzw. Mikrobiologen Diagnostische Pfade für wichtige medizinische Fragestellungen. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass im ambulan­ten Bereich andere Schwerpunkte zu setzen sind als in einem stationären Umfeld oder gar in der Situation einer Notfallambulanz eines Krankenhauses. Diesen unterschiedlichen Be­dürfnissen tragen wir Rechnung. Die auf der Basis von publizierten Leitlinien sowie Stan­dards der einzelnen Fachgesellschaften und langjähriger eigener Erfahrungen entworfe­nen Diagnostischen Pfade diskutieren wir an­schließend mit fachärztlichen Kolleginnen und Kollegen, um auf diese Weise wichtige Hin­weise für die Praktikabilität und die Umset­zung in der täglichen Praxis zu erhalten.

Dieser primär interdisziplinäre Ansatz schafft eine Integration möglichst aller relevanten Aspekte und wird aus unserer Sicht die Etab­lierung der Diagnostischen Pfade in der am­bulanten Versorgung erleichtern. Es ist ebenso vorgesehen, die Wirkungen und Effekte der Arbeit mit Diagnostischen Pfaden zu erfassen und anschließend zu bewerten. Anhand dieser Erkenntnisse erfolgt die Weiterentwicklung und Optimierung des Konzeptes.

Das Labor 28 begleitet die Erarbeitung der Diagnostischen Pfade seit dem vergangenen Jahr mit einer Fortbildungsreihe, an der bisher eine große Zahl von Interessierten teilgenom­men hat. Auch in 2014 sind hierzu Veranstal­tungen geplant. Wir sind davon überzeugt, dass wir durch diesen Ansatz das Zusammen­wirken unterschiedlicher Fachrichtungen an einer medizinischen Fragestellung verbessern helfen. Unterstützt wird das Vorgehen durch die tägliche fachärztliche Beratung aus dem Labor 28 heraus zu individuellen Fragestellun gen bei der Indikationsstellung sowie der Be­fundinterpretation bei zunehmend komplexe­ren Krankheitsbildern.

Die medizinischen Fragestellungen und deren Anforderungen an eine ebenso zielführende wie wirtschaftliche Beantwortung durch diag­nostische Leistungen wie Labormedizin und Mikrobiologie erfordern zudem eine bessere IT-Umgebung, die dem Arzt bei der Indikati­onssteIlung zur Labordiagnostik möglichst alle relevanten Informationen zur Verfügung stellt. So erarbeiten wir zur Zeit mit den Laboren der Sonic Healthcare Deutschland und dem Team von star.net®-Labor, unserem sehr erfolgrei­chen elektronischen Laborauftrags-System, weitere Möglichkeiten, auch die Stufendiag­nostik zusammen mit Hinweisen zur Präanaly­tik in dieses wichtige Arbeitswerkzeug mit aufzunehmen. Die ersten Ergebnisse erfreuen sich zunehmender Beliebtheit in den Anwen­derpraxen.

Insgesamt sehen wir trotz der sehr schwie­rigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die uns durch die bundesweite Quotierung der Laborkostenerstattung gegeben sind, mit opti­mistischem Blick auf dieses Jahr und werden weiter hochmotiviert für eine gute labormedi­zinische Versorgung der Patientinnen und Pati­enten arbeiten.