Steuertipp: Sachzuwendungen an Mitarbeiter

Aufwendungen des Arbeitgebers für Sachzuwendungen oder Geschenke an seine Arbeitnehmer können regelmäßig als Betriebsausgaben geltend gemacht werden; sie sind allerdings grundsätzlich beim Arbeitnehmer lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig.

Ausgenommen hiervon sind übliche Aufmerksamkeiten aus besonderem Anlass (z. B. Blumen, Pralinen oder ein Buch zum Geburtstag oder zur Hochzeit), wenn der Wert des Geschenks € 40,00 je Anlass nicht überschreitet.

Begünstigt sind auch Zuwendungen in Form von Gutscheinen z. B. zur Einlösung in Tankstellen, Supermärkten oder auch Kaufhäusern. Derartige Zuwendungen bleiben steuerfrei, wenn der Wert des Gutscheins eventuell auch zusammen mit anderen Sachbezügen die Freigrenze von € 44,00 monatlich nicht übersteigt (§ 8 Abs. 2 Satz 9 EStG). Für teurere Sachzuwendungen kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer für alle betroffenen Arbeitnehmer pauschal mit 30 % übernehmen. Gutscheine für die Auszahlung von Bargeld sind generell nicht begünstigt.

Zuwendungen an Arbeitnehmer anlässlich von Betriebsveranstaltungen (z. B. Weih­nachtsfeier) bleiben lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei, wenn die Zuwendung bei höchstens zwei Veranstaltungen jährlich für den einzelnen Arbeitnehmer insgesamt nicht mehr als € 110,00 pro Veranstaltung beträgt. Nehmen auch Familienangehörige des Arbeitnehmers an der Betriebsveranstaltung teil, rechnet die Finanzverwaltung entgegen der bisherigen Auffassung grundsätzlich nicht mehr den auf seine Begleitpersonen wie Ehegatte, Lebenspartner oder Kind entfallenden Anteil dem Arbeitnehmer zu. Eine Ausnahme besteht allerdings, wenn die Veranstaltung für sich bereits einen sogenannten „marktgängigen Wert“ besitzt und vom Arbeitgeber nicht selbst durchgeführt wird (z. B. wenn die Belegschaft zusammen mit Familienangehörigen ein Musical oder Konzerte weltberühmter Künstler besucht). Dann wäre der auf den Familienangehörigen entfallende Anteil wie bisher dem Arbeitnehmer zuzurechnen.

Wird der Zuwendungsbetrag von € 110,00 überschritten, kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer pauschal mit 25 % (zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) übernehmen (§ 40 Abs. 2 Nr. 2 EStG). Bei Überschreitung wird der gesamte Zuwendungsbetrag abgabenpflichtig.