4. Anforderungsformulare und Probenentnahmematerialien

4.1 Kombinierter Überweisungsschein

Ein Überweisungsschein pro Patient ist bei Anforderungen für das Facharztlabor ausreichend (bitte alle Untersuchungen auf einem Überweisungsschein anfordern und die beiden Teile des Anforderungsscheins nie trennen). Der obere Teil des Überweisungsscheins besteht aus dem Ihnen bekannten„neuen Muster 10-Formular“, das Sie bitte unter Berücksichtigung der folgenden Hinweise mit dem Druckprogramm Ihrer Praxis-EDV ausfüllen:

  • Drucker-Schrift"Courier 10 Punkt" (der Ausdruck darf nicht verschoben sein)
  • Beim Nadeldrucker auf gute Farbbandqualität achten.
  • Patientendaten vollständig eintragen (inklusive Geburtsdatum und Geschlecht, damit eine eindeutigeZuordnung der Referenzbereiche erfolgen kann).
  • Bei Privatpatienten die aktuelle Adresse des Hauptversicherten nicht vergessen (besonders bei Kindern!!).
  • Entnahmedatum und -zeit angeben (ggf. Schwangerschaftswoche, Zyklustag, Medikation etc.).
  • Mögliche Budget-Ausschlussziffern in das Feld „ggf. Kennziffer“ eintragen (gleichzeitigen Eintrag in Ihre Praxis-EDV nicht vergessen!).
  • Bitte in jedem Fall Diagnose, Verdachtsdiagnose, Fragestellung oder Medikation angeben.
  • Bitte achten Sie auf eine eindeutige Kennzeichnung von Material und Anforderungsschein (Barcode-Etikett „Beleg“ zur Kennzeichnung des Überweisungsscheins benutzen und in das Freifeld oberhalb des Vertragsarztstempels kleben; Röhrchen entsprechend dem Probenmaterial bekleben, z. B. Etikett „Serum 1, 2“ für Vollblut-/ Serumröhrchen, Etikett „EDTA1, 2“ auf EDTA-Röhrchen, Etikett „Citrat“ auf Citratröhrchen; Etikett „Urin“ auf Urinröhrchen, restliche Aufkleber nicht für andere Patienten benutzen!).

Auf der unteren Hälfte des Anforderungsscheins finden Sie die häufigsten Laborparameter. Bei Anforderungen, die nicht markierbar sind, bitte das Feld „zusätzliche Anforderung“ anstreichen und diese Parameter nur im oberen Teil des Formulars eintragen.

Kombinierter Überweisungsschein
Abb. 1: Kombinierter Überweisungsschein

4.2 Privater Überweisungsschein

Das Labor 28 stellt private Überweisungsscheine für die Anforderung der Parameter des Bereiches M-III/ M-IV zur Verfügung, die mit dem gleichen Druckprogramm wie die Kassenüberweisungsscheine bedruckt werden können. Bitte beachten Sie, dass die Rechnungsstellung nach den Vorgaben der GOÄ an den Patienten erfolgt. Der Patient muss auf jeden Fall mit seiner Unterschrift der Weitergabe seiner persönlichen Daten zustimmen, entweder auf dem Privaten Überweisungsschein oder auf der Einwilligungserklärung (Informationen zum Datenschutz siehe 4.2.1 Einverständniserklärung für Privatpatienten).

Bei Familienversicherten muss der Rechnungsempfänger unbedingt mit vollständiger Adresseangegeben werden.

Privater Überweisungsschein
Abb. 2: Privater Überweisungsschein

4.2.1 Einverständniserklärung für Privatpatienten

Bei Aufträgen Ihrer Privatpatienten an die Fachärzte für Laboratoriumsmedizin/ Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie müssen Ihre Patienten über die Weitergabe der persönlichen Daten an das Labor28 entsprechend der Datenschutzrichtlinie informiert werden. Damit nicht jeder private Überweisungsschein von Ihren Patienten unterschrieben werden muss, stellt das Labor 28 Formulare zur Verfügung, die Ihre Patienten über die Datenweitergabe informieren und die Sie von Ihren Patienten einmalig unterschreiben lassen können. Bitte behalten Sie diese unterschriebenen Formulare in Ihrer Patientenakte und senden Sie das Formular nicht an das Labor 28. Wir werden Sie nur im Bedarfsfall um eine Zusendung bitten. Die Formulare können wie üblich in unserem Versandlager unter der Telefonnummer 030.820 93-159 bestellt werden oder über unseren Online-Service.

Anforderungsformulare und Probenentnahmematerialien: Einverständniserklärung für Privatpatienten
Abb. 4: Einverständniserklärung für Privatpatienten

4.3 IGeL-Anforderungsschein

Selbstzahlerleistungen für Kassenpatienten können als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) über den so genannten IGeL-Schein angefordert werden, den Ihnen das Labor 28 zur Verfügung stellt. Auch dieses Formular muss mit der Unterschrift des Patienten und der Adresse des Rechnungsempfängers versehen werden. Falls in der Arztpraxis Beratung und Blutentnahme erfolgen, so kann dies auf dem IGeL-Anforderungsschein markiert werden.

Anforderungsformulare und Probenentnahmematerialien: IGeL-Anforderungsschein
IGeL-Anforderungsschein

4.4 Computerkarte für die Private Laborgemeinschaft und Patientenbarcode-Etiketten

Die Computerkarte dient als Anforderungskarte der Privaten Laborgemeinschaft für Untersuchungenzur Eigenabrechnung (GOÄ Kapitel M II). Bitte beachten Sie bei der Anwendung die folgenden Details:

  1. Füllen Sie bitte die Computerkarte mit einemweichen Bleistift aus.
  2. Zur Identifizierung der nicht codierten Karte kleben Sie bitte das mitgelieferte Barcode-Etikett" Beleg" korrekt auf das dafür vorgesehene Feld.
  3. Patientenname: Zur Erleichterung Ihrer Blutentnahme können Sie hier den Patientennamen eintragen (nur für praxisinterne Nutzung, der Nameerscheint nicht auf dem Befund). Bitte Eintragungenausschließlich innerhalb der Feldbegrenzung vornehmen.
  4. Patientengeburtsjahr: z. B. bei 1935: 30 und 5 markieren. Bei Geburtsjahren „ab 2000“ bitte dieses Feld zusätzlich markieren.
  5. Geschlecht: Mann oder Frau markieren (auch bei Kindern), denn nur mit der Angabe von Geschlecht und Geburtsjahr werden alters entsprechende und geschlechtsspezifische Referenzbereiche berücksichtigt.
  6. Eilig: Eilige Anforderungen hier markieren. Der Befund wird Ihnen nach Fertigstellung und Freigabe eines jeden Wertes sofort per Fax oder Telefon übermittelt. Bitte unbedingt das Röhrchen mit dem „Eilt“-Etikett unterhalb der Verschlusskappe versehen. Hochpathologische Werte werden nach Kontrolle bzw. Verdünnungsmessung ebenfalls sofort (nach Freigabe) weitergegeben, auch wenn diese nicht eilig angefordert wurden.
  7. Kasse: GOÄ nur für Privatkassen oder Selbstzahler (z. B.IGeL), BG-GOÄ für die Berufsgenossenschaften. Die entsprechenden Abrechnungskennziffern werden dann auf dem Befund ausgedruckt und bei der Datenfernübertragung übermittelt.
  8. Entnahmetag/Entnahmezeit: Hier bitte den entsprechenden Kalendertag und dieUhrzeit markieren.
  9. Gewünschte Parameter markieren: Bitte beachten Sie, dass keine zusätzlichen handgeschriebenen Untersuchungen auf freien Positionen angefordert werden können. Wichtige Informationen, wie z. B. Thrombozyten aus Citratblut, Verdacht auf M. Pfeiffer, CML usw. bitte auf einem separaten Zettel notieren und am Röhrchen befestigen.
Abb. 5: Computerkarte der Privaten Laborgemeinschaft
Anforderungsformulare und Probenentnahmematerialien: Patientenbarcode-Etiketten
Abb. 6: Patientenbarcode-Etiketten

Probenentnahmematerialien, Abstrichbestecke, Begleitscheine, Etiketten und Transport

In unserem Laborhandbuch Präanalytik  erhalten Sie einen ausführlichen und fotografischen Überblick über folgende Materialien:

4.5 Blutentnahmematerialien
4.5.1 Monovetten® (Aspirationstechnik) und Zubehör (Sarstedt)
4.5.2 Vacutainer® (Vakuumtechnik, Röhrchen mit definiertem Unterdruck) und Zubehör (Becton Dickinson)

4.6 Entnahmematerialien für Urin-/ Stuhl-Untersuchungen

4.7 Abstrichbestecke

4.8 Spezielles Entnahmematerial

4.9 Über das Labor 28 erhältliche Begleitscheine und Etiketten